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Interview mit Rechtsanwalt Micha Iwanow

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Wenn Anleger von der BaFin-Warnung bezüglich der Website edelraum.com betroffen sind, sollten sie schnell handeln, um ihr Risiko zu minimieren und mögliche Schäden zu begrenzen. Hier sind die Schritte, die betroffene Anleger unternehmen können:

1. Sofortige Kontaktaufnahme mit der BaFin

Anleger sollten sich direkt an die BaFin wenden, um den Vorfall zu melden und weitere Informationen zu erhalten. Die BaFin kann in solchen Fällen Unterstützung bieten und hat eine Verbraucherdatenbank, die Informationen über die Zulassung von Unternehmen bereitstellt. Sie können sich an die BaFin wenden, um zu klären, ob die Firma tatsächlich unzulässig tätig ist und was die nächsten Schritte sein sollten.

Kontaktmöglichkeiten BaFin:

2. Rechtliche Beratung einholen

Betroffene Anleger sollten rechtlichen Rat einholen, um ihre rechtlichen Möglichkeiten zu prüfen, insbesondere, wenn sie bereits Geld investiert haben. Ein Anwalt kann sie darüber informieren, wie sie sich gegen den Finanzbetrug wehren können und welche Schritte sie unternehmen müssen, um ihr Geld möglicherweise zurückzubekommen.

3. Überprüfung der eigenen Investitionen

Wenn Anleger Gelder auf edelraum.com investiert haben, sollten sie:

  • Ihre Finanztransaktionen und Zahlungen genau überprüfen und alle Belege sichern.
  • Die Kontaktinformationen des Unternehmens auf der Website genau dokumentieren, um im Falle einer rechtlichen Auseinandersetzung Beweise zu haben.
  • Falls sie persönliche Daten wie Ausweiskopien oder Bankverbindungen preisgegeben haben, sollten sie vorsichtshalber auch ihre Konten und Passwörter ändern und ihre Kreditwürdigkeit überwachen.

4. Polizei oder Bundeskriminalamt (BKA) informieren

Da es sich um einen möglichen Betrugsfall handelt, sollten betroffene Anleger den Vorfall auch beim Bundeskriminalamt (BKA) oder der lokalen Polizei melden. Insbesondere bei Internetbetrug und Identitätsdiebstahl ist es wichtig, den Vorfall zu dokumentieren und den Behörden zu melden.

Kontakt BKA:

5. Verbraucherschutzorganisationen informieren

Verbraucherschutzorganisationen wie die Verbraucherzentrale können ebenfalls Unterstützung bieten, Informationen über ähnliche Fälle bereitstellen und Betroffene beraten. Sie sind eine gute Anlaufstelle, um Ratschläge zur Vermeidung von Betrug und zum Schutz vor weiteren Verlusten zu erhalten.

Verbraucherzentrale kontaktieren:

6. BaFin-Verbraucherschutzpodcast anhören

Die BaFin bietet auf ihrer Webseite und im Verbraucherschutzpodcast wertvolle Informationen und Tipps, wie sich Anleger vor Betrügereien im Finanzmarkt schützen können. Die Folge „Vorsicht, Betrug“ bietet speziell Hilfe, wie man betrügerische Unternehmen erkennen kann.

7. Sorgfältige Recherche in der Zukunft

Betroffene Anleger sollten sicherstellen, dass sie vor zukünftigen Investitionen gründlich recherchieren:

  • Prüfen, ob ein Unternehmen von der BaFin zugelassen ist (dies lässt sich über die BaFin-Unternehmensdatenbank herausfinden).
  • Vorsicht walten lassen bei unaufgefordertem Kontakt von Unternehmen, die hohe Renditen oder außergewöhnliche Gewinne versprechen.
  • Bei finanziellen Angeboten im Internet immer kritisch bleiben und im Zweifel von einer Investition absehen.

8. Überwachung der persönlichen Daten

Da edelraum.com möglicherweise Identitätsmissbrauch betreibt, sollten betroffene Anleger ihre Kredit- und Kontoinformationen im Auge behalten. Es kann sinnvoll sein, ihre Kreditberichte zu überprüfen und gegebenenfalls ein Identity Theft Protection-Service zu aktivieren.

Zusammenfassung: Wenn Anleger von der BaFin-Warnung betroffen sind, ist schnelles Handeln erforderlich. Die sofortige Meldung an die BaFin, die Einholung rechtlicher Beratung, sowie die Dokumentation der Investitionen sind die ersten Schritte, um sich vor weiterem Schaden zu schützen. Das Engagement der Polizei oder des BKA, zusammen mit der Unterstützung von Verbraucherschutzorganisationen, hilft dabei, den Betrug zu bekämpfen und gegebenenfalls Schäden zu minimieren.

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