Die FinMarie GmbH aus Berlin präsentiert mit ihrem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 einige kritische Finanzkennzahlen, die für Anleger und Investoren Warnsignale sein sollten.
1. Eigenkapital und Verluste: Ein Alarmsignal
📉 Eigenkapital schrumpft drastisch:
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Der Jahresfehlbetrag (Verlust) beläuft sich auf 817.335,47 €, ein deutlicher Anstieg zum Vorjahr (248.734,63 €).
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Das Gesamtkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr um über 40 % verringert (von 869.748 € auf 515.582 €).
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Der Verlustvortrag steigt erheblich (-315.475,95 € nach -66.741,32 € im Vorjahr), was darauf hindeutet, dass die Gesellschaft bereits vorher Verluste angehäuft hat.
⚠ Bedeutung für Anleger:
Die Firma schreibt massive Verluste, was die finanzielle Stabilität gefährdet. Sollte dieser Trend anhalten, könnte das Eigenkapital bald aufgebraucht sein – eine mögliche Insolvenzgefahr.
2. Wo sind die Erträge? Liquidität sinkt stark
💰 Bargeldreserven stark rückläufig:
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Das Bankguthaben ist von 830.751,96 € (2021) auf 497.660,32 € (2022) gefallen.
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Die Verbindlichkeiten (Schulden) belaufen sich auf 121.901,41 €, was zwar im Vergleich zu anderen Unternehmen moderat erscheint, aber in Kombination mit den hohen Verlusten problematisch ist.
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Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (also Gelder, die dem Unternehmen noch zustehen) sind von 14.793,31 € auf 6.218,16 € gesunken – möglicherweise gibt es weniger offene Rechnungen, weil die Einnahmen rückläufig sind.
⚠ Bedeutung für Anleger:
Das Unternehmen hat weniger finanzielle Mittel zur Verfügung, um den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten. Falls sich keine nachhaltige Erholung abzeichnet, könnten die liquiden Mittel bald erschöpft sein.
3. Kapitalstruktur: Wacklige Basis
📊 Kapitalrücklage gestiegen, aber keine Gewinne in Sicht:
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Die Kapitalrücklage wurde um rund 466.667 € erhöht (von 984.621 € auf 1.451.288 €), was darauf hindeutet, dass neues Geld ins Unternehmen geflossen ist – möglicherweise durch Investoren oder Gesellschafter.
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Dennoch übersteigen die Verluste die Kapitalerhöhung, was zeigt, dass das Geschäftsmodell nicht nachhaltig arbeitet.
⚠ Bedeutung für Anleger:
Die Firma benötigt ständig neues Kapital, um sich über Wasser zu halten, kann aber keine Gewinne erwirtschaften. Dies könnte darauf hindeuten, dass das Geschäftsmodell nicht trägt oder die Ausgaben zu hoch sind.
4. Fazit: Ein Hochrisiko-Unternehmen für Anleger
🚨 WARNUNG: FinMarie GmbH befindet sich in einer prekären finanziellen Lage.
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Dauerhafte Verluste ohne klare Strategie zur Profitabilität.
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Sinkende Liquidität, was das Geschäftsmodell gefährdet.
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Anhaltender Kapitalbedarf, was bedeutet, dass Investoren regelmäßig Geld nachschießen müssen.
💡 Was bedeutet das für Anleger?
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Wer hier investiert, muss mit einem Totalverlust rechnen.
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Das Unternehmen könnte mittelfristig insolvent werden, wenn die Verluste weiter steigen.
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Anleger sollten Vorsicht walten lassen und sich genau überlegen, ob sie hier Kapital binden.
📢 Empfehlung: Aufgrund der hohen Verluste und der unsicheren Zukunft sollte man diese Firma sehr kritisch betrachten und sich überlegen, ob ein Investment sinnvoll ist.
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