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Identitätsmissbrauch im Finanzmarkt: BaFin warnt vor festgeld-sofort(.)de

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Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt aktuell vor den auf der Internetseite festgeld-sofort(.)de angebotenen Finanz- und Festgeldanlagen. Nach Angaben der Aufsichtsbehörde besteht der Verdacht, dass die bislang unbekannten Betreiber ohne die hierfür erforderliche Erlaubnis Finanz- und Wertpapierdienstleistungen anbieten.

Damit steht erneut ein Fall im Raum, der ein bekanntes Muster im Bereich des digitalen Anlagebetrugs zeigt: Professionell wirkende Internetauftritte, vermeintlich sichere Festgeldangebote und der Versuch, über einen Identitätsmissbrauch Vertrauen bei Anlegern zu schaffen.

Kein Zusammenhang mit Jürgen Schlotz Consulting

Besonders brisant: Nach Angaben der BaFin besteht entgegen der Darstellung auf der Website keinerlei Verbindung zur Jürgen Schlotz Consulting mit Sitz in Walddorfhäslach. Die Nennung des Unternehmens erfolgt offenbar missbräuchlich.

Die BaFin stellt hierzu klar, dass es sich um einen Identitätsmissbrauch handelt.
Das reale Unternehmen Jürgen Schlotz Consulting steht in keinerlei Zusammenhang mit der Website festgeld-sofort(.)de, den dort beworbenen Dienstleistungen oder den angebotenen Festgeldanlagen.

Für Anleger ist das ein deutliches Warnsignal: Wenn reale Firmennamen, bestehende Unternehmensdaten oder vermeintlich bekannte Ansprechpartner auf dubiosen Webseiten auftauchen, dient dies häufig allein dem Zweck, Seriosität vorzutäuschen.

BaFin veröffentlicht Warnung nach § 37 Absatz 4 KWG

Die veröffentlichte Warnung der BaFin erfolgt auf Grundlage von § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz (KWG). Diese Vorschrift ermöglicht es der Finanzaufsicht, die Öffentlichkeit über Unternehmen oder Internetangebote zu informieren, bei denen der Verdacht besteht, dass erlaubnispflichtige Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen ohne behördliche Zulassung angeboten werden.

Gerade im Bereich vermeintlicher Festgeldangebote ist in den vergangenen Monaten immer wieder zu beobachten, dass mit hohen Zinsen, professionellem Design und bekannten Namen gearbeitet wird, um Anleger zu schnellen Einzahlungen zu bewegen.

Vorsicht bei Online-Festgeldangeboten

Die BaFin weist gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt (BKA) und den Landeskriminalämtern regelmäßig auf die zunehmende Gefahr von Finanzbetrug im Internet hin. Anleger sollten daher besonders vorsichtig sein, wenn sie online Geld anlegen möchten.

Wichtige Warnsignale sind unter anderem:

  • unrealistisch attraktive Zinsversprechen,
  • fehlende oder unklare Anbieterangaben,
  • Druck zu schneller Entscheidung,
  • ausländische Kontoverbindungen,
  • unklare Zulassungssituation,
  • Verwendung realer Unternehmensnamen ohne nachweisbare Legitimation.

Unsere Einschätzung

Der aktuelle Fall um festgeld-sofort(.)de zeigt einmal mehr, wie perfide Täter im Bereich des Online-Anlagebetrugs vorgehen. Der Missbrauch bestehender Unternehmensidentitäten ist besonders gefährlich, weil er selbst erfahrene Anleger täuschen kann. Wer auf einer Website ein scheinbar bekanntes Unternehmen wiederfindet, geht häufig vorschnell von Seriosität aus – genau darauf setzen die Betreiber solcher Seiten.

Die Empfehlung kann deshalb nur lauten:
Vor jeder Geldanlage prüfen, ob das Unternehmen tatsächlich von der BaFin zugelassen ist, ob die Kontaktdaten plausibel sind und ob Warnhinweise der Aufsichtsbehörden vorliegen.

Fazit

Bei festgeld-sofort(.)de besteht nach Einschätzung der BaFin der Verdacht eines unerlaubten Angebots von Finanz- und Wertpapierdienstleistungen. Gleichzeitig liegt nach Angaben der Behörde ein klarer Identitätsmissbrauch zulasten der Jürgen Schlotz Consulting vor.

Anleger sollten von Angeboten über diese Website äußerst Abstand nehmen, keine Einzahlungen leisten und bereits erfolgte Kontakte oder Zahlungsaufforderungen sorgfältig dokumentieren.

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